Lieferengpässe von Medikamenten und Impfstoffen gefährden Menschenleben!

LDÄÄ setzt sich für eine geregelte Versorgung mit lebenswichtigen Medikamenten in der Patientenversorgung ein!

Leider sind Notstände bei der Arzneimittelversorgung in Deutschland keine Seltenheit mehr. Was bislang in Deutschland unmöglich erschien, ist heute Realität: Arzneimittelengpässe werden zu einem relevanten Problem in der Patientenversorgung!

Alle schwer kranken Patientinnen und Patienten oder solche, die auf die regelmäßige Einnahme von Medikamenten angewiesen sind, sind direkt betroffen, wenn kein ausreichend wirkendes Antibiotikum oder Zytostatikum mehr verfügbar ist!

Wir Ärzte können nicht selten diesen Patienten dann nur „die zweitbeste“ Therapie anbieten, in manchen Fällen muss der Patient sogar auf den wichtigen Schutz vor einer gefährlichen Infektion verzichten.

Für unser Land ist dies ein unhaltbarer Zustand!

Leider sind Notstände bei der Arzneimittelversorgung in Deutschland keine Seltenheit mehr. Was bislang in Deutschland unmöglich erschien, ist heute Realität: Arzneimittelengpässe werden zu einem relevanten Problem in der Patientenversorgung!

Alle schwer kranken Patientinnen und Patienten oder solche, die auf die regelmäßige Einnahme von Medikamenten angewiesen sind, sind direkt betroffen, wenn kein ausreichend wirkendes Antibiotikum oder Zytostatikum mehr verfügbar ist!

Wir Ärzte können nicht selten diesen Patienten dann nur „die zweitbeste“ Therapie anbieten, in manchen Fällen muss der Patient sogar auf den wichtigen Schutz vor einer gefährlichen Infektion verzichten.

Für unser Land ist dies ein unhaltbarer Zustand!

In einer Resolution zu Lieferengpässen von Medikamenten und Impfstoffen wurde der Antrag der Liste Demokratische Ärztinnen und Ärzte (LDÄÄ) der Landesärztekammer Hessen von den Delegierten mit großer Mehrheit angenommen. Im Folgenden ist der von uns verfasste und von der Delegiertenversammlung im November 2017 beschlossene Antrag nachzulesen.  Link hier: https://www.laekh.de/presse/pressemitteilungen-archiv/pressemitteilungen-archiv-2017/4326-pm-2017-11-21-resolution-lieferengpaesse-dv

 

Lieferengpässe von wichtigen Medikamenten und Impfstoffen führen in der Bundesrepublik Deutschland zunehmend zu einem medizinischen Versorgungsengpass. Ursache hierfür ist häufig eine Monopolisierung der Produktion und/oder die Herstellung der (Basis-)Wirkstoffe außerhalb der EU. Die Versorgung der Patienten mit lebenswichtigen Medikamenten und Impfstoffen ist in einzelnen Bereichen bereits jetzt akut gefährdet! Exemplarisch seien hier die beiden Produkte zur Impfung gegen Diphtherie, Tetanus, Pertussis und Polio in der Viererkombination genannt. Seit Monaten werden die Nicht-Verfügbarkeitsdaten auf der Seite des Robert Koch Instituts (RKI) prolongiert, beide Impfstoffe stehen seit fast einem Jahr nicht mehr zur Verfügung.

Vor gut einem Jahr fehlte für einige Monate der Impfstoff gegen Masern/Mumps/Röteln. Hierdurch entstehen Impflücken vom Jugendalter bis ins hohe Erwachsenenalter mit allen daraus resultierenden individuellen und gesellschaftlichen Gesundheitsproblemen. Insbesondere im Säuglings- und Kleinkindalter gefährden diese Lücken Leben. Andere Beispiele für fehlende Medikamentenverfügbarkeit, wie der totale Ausfall des Chemotherapeutikums Melphalan (im Jahr 2016) oder des wichtigen Breitspektrumantibiotikums Piperacillin + Tazobactam zeigen immer das gleiche Muster.

Das Bundesinstitut für Arzneimittel- und Medizinprodukte (BfArM) veröffentlicht im Internet (regelmäßig) eine Liste nicht lieferbarer Arzneimittel. Oft können Alternativtherapeutika nicht gefunden werden. Zudem ist diese Liste häufig nicht komplett, da Medikamentenhersteller bislang nicht verpflichtet sind, Lieferengpässe oder gar Lieferausfälle anzuzeigen.

Die Landesärztekammer Hessen fordert das Bundesgesundheitsministerium und die entsprechenden Länderministerien dazu auf, mittels Änderung des Arzneimittelgesetzes ein verpflichtendes, sanktionsbewehrtes Register zur Verfügbarkeit von versorgungsrelevanten Wirkstoffen zu installieren Für den Fall von Produktionsausfallen oder anderer Lieferengpässe müssen Pharmaunternehmen unverzüglich eine BfArM-Meldung abgeben und parallel hierzu Medikamentendepots aufbauen, um die Patientenversorgung zumindest mittelfristig sicherzustellen.

Ziel muss hierbei sein, der Produktionsmonopolisierung und Auslagerung der Herstellung in außereuropäische Produktionsstätten entgegenzuwirken. Gleichzeitig muss politisch darauf hingewirkt werden, dass die Medikamenten-/lmpfstoffproduktion durch mehrere – in der EU angesiedelte – Produktionsstätten jederzeit voll umfänglich sichergestellt ist.“

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